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Ich habe gerade Zeit ….

…. sogar viel Zeit und dazu auch noch Urlaub.

Zwei kalte Hopfen liegen noch im Kühlschrank und die Schreiblust hat mich gerade wie eine Mücke gestochen. Gedanken schweifen von einer Seite zur anderen, Zweifel kommen auf, dann auch wieder Hoffnung. Quasi ein Synapsen-Allerlei zur Lage unserer kleinen Dartnation.

Nach einem wunderschönen Urlaub in der Heimat der Olsenbande und noch zwei Wochen Urlaub vor der Brust, startet nun allmählich die heiße Phase unseres kleinen Wettbewerbs. Die Pläne sind größtenteils gemacht, die letzten Ligaspiele kommen nach und nach zu ihrem Ende. Das entkoppelte Halbfinale muss noch terminiert werden und die Organisation für das Finale läuft.

Dennoch umtreiben mich Gedanken, die das Ganze in ein eher negatives Licht rücken lassen. Wenn ich die absolute Begeisterung nach dem ersten Spieltag als Referenz heranziehe, wirkt es derzeit für mich bei dem ein oder anderen wie ein notwendiges Übel, dass hoffentlich schnell zu Ende geht. Ich vermisse seit geraumer Zeit die Leidenschaft, das Feuer und das Brennen für den nächsten Spieltag. Natürlich ticke ich hier in meiner Welt. Das ist aber bekannt und so bin ich nun mal. Ebenso ist mir klar, dass Tabellenstände unterschiedlich motivieren. Über das Jahr haben wir anscheinend etwas aus den Augen verloren.

„Es ging nie um das Gewinnen, sondern mit gewisser kompetitiver Würze Spaß zu haben, um ein Hobby zu zelebrieren und es damit auf eine andere Ebene zu bringen.“

Gefühlt diskutieren wir mehr über Sommerpausen und Terminfindung als über das wesentliche, nämlich den Fun an der Sache. Hier ist bereits ein recht frühes und anfänglich ungeplantes Finale im Oktober einkalkuliert. Wir hatten und haben immer noch genügend Zeit. Natürlich spinnen wir uns selber absolut spaßig jeden Spieltag als Championship of the World in die Tasche. Gedacht war dies immer als Nonstop Nonsens, ohne Dieter Hallervorden, zum Abfeiern. Ich sehe aber teilweise negativen Stress, ungesunden zu hohen Blutdruck und ein unnötiges „Brimborium“ für ein Dartspiel. Ehrgeiz und Feuer soll immer sein, jedoch kein Masterplan von drei Wochen um ein Zeitfenster zu finden, völlig „durchtrainiert“ und mental auf der Höhe zu sein, ca. 90 Minuten ein Dartmatch „zu überstehen.“ Diese Energie, und ja ich sage von dem Getue, kann doch viel positiver einfließen.

Ein weiterer Punkt ist die, für mich, spärliche Kommunikation in Summe. Wenn in der Gruppe Themen anfallen, dauert es mit unter Tage bis jemand reagiert, wenn überhaupt jemand reagiert. Auch hier ist einbezogen, dass sich 95 % der Leute regelmäßig sehen oder auf anderen Kanälen zumindest hören. Es ist jedoch unnötig und anstrengend mehrfach in unterschiedlichen Konstellationen diverse Themen zu besprechen, wo wir doch alle Mittel der zeitgemäßen Kommunikation zur Verfügung haben. Wir haben es noch nicht ein Mal geschafft, außer auf After-Show-Partys, uns gemeinsam auszutauschen. Dabei gab und gibt es genügend zu besprechen.

  • zum entkoppelten HF hat sich kaum jemand geäußert
  • wird Unterstützung für das Finale benötigt
  • wie viele Leute passen on Top in die Location
  • ergo, wen kann ich mitbringen
  • klappt alles mit der geplanten Technik
  • muss noch etwas (xyz) besorgt werden
  • usw.

Es sind alles nur minimale Details. Und ja, natürlich weiß ich dass jeder auf Anfrage sofort auf der Matte steht. Es geht mir hier um gelebtes Interesse an der Sache. Klingt komisch, ist aber so. (Gruß an Peter und die Maus)

Drehen wir die Uhr mal auf 2024

Jetzt mal Hand aufs Herz. Wer hat sich den Plan für 2024 im Detail durchgelesen? Es gibt null Feedback, keine Nachfragen zu einzelnen Punkten oder anderweitig irgendeine Anmerkung. Niemals kann alles so perfekt sein, dass jeder damit vollkommen konform geht. Jetzt gibt es hierfür zwei Varianten. Einfaches „Mitmachen“ oder absolutes Desinteresse. Natürlich kamen hier 1-2 Punkte aus unserer Truppe. Jedoch sollte doch etwas mehr Diskurs dazu vorhanden sein.

Wie angekündigt gibt es zum Jahresende, beziehungsweise im neuen Jahr, ein Treffen oder Talk, um zu klären, wie es oder ob es überhaupt in diesem Format 2024 weitergeht. An diesem Tag sollte sich jeder im Klaren sein, wo die Reise für einen selbst hingeht. Es gibt unendliches Potenzial, die Nummer weiter zu gestalten, sogar aufzubohren, ohne großen Mehraufwand oder Stress als unwichtigste Nebensache der Welt.

Hier halte ich es, mit dem Madhouse, man muss es einfach nur wollen.

Euer Larsibärt

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